Justizkritischer Aufklärungsfilm, der modellhaft die Strafbarkeit der Abtreibung kritisiert: In einem Hinterhaus lebt ein Arbeiterehepaar mit vier Kindern in großer Armut. Als die Frau erneut schwanger wird, geht sie zu einem jungen Arzt und bittet ihn, die Schwangerschaft abzubrechen, da das Kind eine zu große Belastung für sie darstellen würde. Der Arzt verweigert den Eingriff, weil er gegen das Gesetz verstößt, da nimmt sie die Abtreibung selbst vor und stirbt dabei. Der Staatsanwalt lässt den Mann festnehmen, und die vier Kinder stehen alleine da. Im Vorderhaus wohnt die Verlobte des Staatsanwalts, eine junge Lehrerin. Als sie in ihrer Wohnung vom geistesgestörten Sohn der Portiersfrau vergewaltigt und schwanger wird, nimmt der vom Fall des Arbeiterehepaars tief betroffene Arzt eine illegale Abtreibung an der Lehrerin vor und konfrontiert den Staatsanwalt mit dem Fall der eigenen Verlobten. Der Staatsanwalt quittiert den Dienst, weil er sein Amt nicht mehr mit seinem Gewissen vereinbaren kann.
Regisseur Martin Berger
Autor Van de Velde
Kamera Sophus Wangøe, A.O. Weitzenberg
Schauspieler Conrad Veidt, Harry Liedtke, Werner Krauß, Maly Delschaft
Musik Friedrich Hollaender
Produzent Arthur Ziehm
Länder Deutschland
Genre Film
Jahr 1926
Länge 120 min
Thema Abbruch
Format Video (BW silent)
Sprachen Deutsch
Synchronisation Deutsch

Links Deutsches Filminstitut
Filmportal